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Familie in der USA

  • Frank Stäheli
  • 3. Nov. 2018
  • 3 Min. Lesezeit

Wir geniessen die letzten Stunden in Canada und dann geht es auf die Fähre. Wir haben eine angenehme Überfahrt. Der anschliessende Grenzübergang ist problemlos und die Amis winken uns freundlich durch. Nun endlich in der USA können wir unseren Dieseltank wieder einmal ganz auffüllen, da hier der Diesel einiges günstiger ist. Dennoch werden wir auf einen Schlag 650$ los. Unser nächstes Ziel liegt nördlich von Seattle. Dort wohnen zwei Cousin und eine Cousine von Frank. Herzlich werden wir begrüsst und unsere Kids breiten sich mit ihren Legos schnell in ihrem Haus aus. Auf uns wartet hier auch ein Päckli, welches uns Oma und Opa Stäheli gesendet haben. Die Kids reissen das Päckli auf, als ob es schon Weihnachten ist. Wau!!! Rätselheftli`s und feine Schweizer Schokolade. Danke vielmals für diese Überraschung!

Am Abend gibt es ein grosses Dinner, zu welchem die ganze Familie zusammen kommt. Dabei sind 4 Generationen; die älteste und einzige die noch etwas deutsch spricht ist Tante Olga mit 89 Jahren, der jüngste ist Owen, er ist 5 Monate alt und trägt zu unserer Ehre einen Body mit einem Schweizerkreuz.

Wir erhalten Tipps für unsere USA Reise und bekommen einen kleinen Einblick wie man hier lebt. Zudem werden wir hier verwöhnt mit frisch gebackenem Brot und selbst gemachter Konfi. Es ist erstaunlich wie viel "Schweiz" in diesen Menschen steckt. Nach einem weiteren Tag bei der Familie fahren wir weiter und besuchen Tante Olga auf ihrer Range weit ausserhalb von Seattle. In der Garage neben ihrem Haus stehen 3 Motorräder und 8 Schneemobile. Lenn und Layla's Augen leuchten beim Anblick von so vielen Spassmobilen. Leider hat es noch keinen Schnee und die Schneemobile müssen in der Garage bleiben. Olga hat jedoch im Dachstock ein Spielzimmer mit Tschüttelikasten, Billiard und Eishockeygame. So wird es den Kids nie langweilig.

Unser nächstes Ziel ist der Yellowstone Nationalpark. Ein Muss wenn man in die USA reist. Leider sind die Strassen im Park nur noch eine Woche offen. Zudem kommt in zwei Tagen eine Schlechtwetterfront, welche dort mit Sicherheit viel Schnee bringen wird. So verlassen wir Olga früher als gewünscht und fahren in rund 2 Tagen (1000km) zum Park. Auf dem Weg Richtung Osten besuchen wir noch eine Kupfermine im Tagebau. Eindrücklich welche Massen an Erdreich hier bewegt werden um das begehrte Kupfer zu gewinnen. Während unserem Besuch im Yellowstone haben wir super Glück mit dem Wetter und können den ganzen Park bei herrlichem Sonnenschein besichtigen. Die Büffelherden in der Wild-Westkulisse machen diesen Park perfekt. Wir können ohne grossen Touristenansturm die spuckenden Geysiere und die farbenprächtigen Hotspings bestaunen. Nur durch die grossen Parkplätze können wir erahnen, was hier zur Hauptsaison los ist. Am Ende des Parks werden wir dann in der Nacht doch noch eingeschneit. Langsam fahren wir auf der schneebedeckten Strasse wieder in die tiefer gelegene Ebene. Eigentlich wären hier Winterreifen und für grössere Fahrzeuge Ketten vorgeschrieben. Leider haben wir beides nicht! Beim Parkausgang sehen wir, dass die Einfahrt zum Park bereits geschlossen ist und dementsprechend einige Touris wieder wenden müssen. Da nun der Schneefall langsam zu Regen wechselt, ist der nächste Park (Grand Teton), welcher gerade anschliessend ist nur halb so schön. Die imposanten Bergspitzen die hier zu bestaunen wären verstecken sich in dichten Regenwolken.

Wir fahren weiter südwärts, wie wir es schon seit über einem Monat machen. Jedoch erfahren wir immer wieder alle Klimazonen. Einmal im T-Shirt, am nächsten Tag bereits wieder Schnee, dann Regen und Wind. Eigentlich war der Plan immer dem schön warmen Wetter nachzureisen. Leider haben wir nun häufig den Winter im Nacken. Zum Glück haben wir mit unserem Lasti immer einen kuscheligen und warmen Rückzugsort. So ist das Ganze auf und Ab halb so wild.

In Saltlake City möchte Frank den Salzsee sehen. Für diesen fahren wir 160km westlich. Im Sommer werden hier Geschwindigkeitsrekorde aufgestellt und so ist dieser Ort für viele aus dem Guinness Buch der Rekorde bekannt. Bei uns ist ein Grossteil des Salzsee mit Wasser bedeckt und wir können mit dem Lasti leider nicht hinausfahren. Dennoch machen wir einige Fotos und die Kids schaufeln den halben Nachmittag Salz herum als ob es Schnee wäre. Uns wird wieder einmal mehr bewusst, wie flexibel die Kids sind. Beinahe jeden Tag an einem anderen Ort. So verbringen sie auch viele Stunden im Lasti. Zudem wissen wir am Morgen eigentlich nie wie, was und wohin wir genau gehen. Dennoch geben sie sich mit jeder Situation zufrieden.

Die Nacht verbringen wir auf einer Hügelkette nahe am Salzsee. Weit und breit keine Zivilisation und so geniessen wir wieder einmal einen Ride auf dem Motobike. Die Kids lieben Motocross und für Frank ist es auch ein riesen Spass.


 
 
 
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